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Individualsoftware entwickeln lassen

Individualsoftware ist eine Anwendung, die exakt auf einen Geschäftsprozess zugeschnitten wird, statt den Prozess an eine Standardlösung anzupassen. Sinnvoll ist sie, wenn ein Ablauf wettbewerbsentscheidend ist oder wenn vorhandene Werkzeuge — meist Excel oder Access — an ihre Grenzen stoßen. Wir entwickeln bundesweit und übergeben Quellcode und Dokumentation vollständig.

Passung

Für wen das passt — und für wen nicht

Der zweite Teil ist der wichtigere. Eine Zusammenarbeit, die nicht passt, kostet beide Seiten mehr als ein ehrliches Nein im Erstgespräch.

Das passt, wenn …

  • Ein Ablauf ist wettbewerbsentscheidend und lässt sich mit Standardsoftware nur verbiegen
  • Eine Excel- oder Access-Lösung ist über Jahre gewachsen und trägt nicht mehr
  • Zwei Systeme reden nicht miteinander, also überträgt jemand Daten von Hand
  • Ein Altsystem muss abgelöst werden, ohne dass der Betrieb stillsteht
  • Eine Fachlogik ist so speziell, dass kein Anbieter sie im Standard abbildet

Das passt nicht, wenn …

  • Ihr Prozess entspricht dem Branchenstandard und es gibt eine erprobte Standardlösung
  • Es geht um ein Formular oder eine einfache Liste — dafür genügt ein fertiges Werkzeug
  • Im Betrieb hat niemand Zeit, die fachlichen Anforderungen zu klären
  • Die Anwendung soll vor allem beeindrucken, nicht einen konkreten Ablauf verbessern

Individualsoftware lohnt sich nicht, wenn Ihr Prozess dem Branchenstandard entspricht und eine erprobte Standardlösung existiert. Wir sagen Ihnen das im Erstgespräch — auch wenn wir daran nichts verdienen. Eine schlecht begründete Eigenentwicklung ist teurer als jede Lizenz, und zwar dauerhaft: Sie zahlen nicht nur die Entwicklung, sondern jede spätere Änderung allein.

Umfang

Was enthalten ist

Was ein Projekt umfasst — von der ersten Klärung bis zu dem Punkt, an dem Sie ohne uns weiterarbeiten könnten.

Klärung und Konzept

  • Workshop, in dem der Ablauf aufgenommen wird, wie er tatsächlich läuft
  • Fachkonzept mit Rollen, Rechten und Abläufen — in Ihrer Sprache, nicht in unserer
  • Abgrenzung: was die Anwendung ausdrücklich nicht können soll

Entwicklung

  • Umsetzung in Abschnitten mit lauffähigen Zwischenständen
  • Rollen- und Rechtemodell, Audit-Log für kritische Vorgänge
  • Automatisierte Tests für die Fachlogik, an der es weh tut

Daten und Schnittstellen

  • Migration aus Altsystemen inklusive Bereinigung der Datenbestände
  • Schnittstellen zu vorhandenen Systemen
  • Export in offene Formate — Ihre Daten bleiben Ihre Daten

Übergabe und Betrieb

  • Vollständige Übergabe von Quellcode, Dokumentation und Deployment-Anleitung
  • Einweisung der Personen, die damit arbeiten
  • Auf Wunsch laufender Betrieb und Weiterentwicklung durch uns

Offener Inhalt: {{TODO: Leistungsumfang Individualsoftware fachlich bestätigen — insbesondere, welche Schnittstellen wir konkret schon umgesetzt haben}}

Ablauf

Wie wir vorgehen

  1. Schritt 1: Erstgespräch, 20 Minuten

    Sie schildern den Ablauf. Wir sagen, ob eine Eigenentwicklung sinnvoll ist — oder welche Standardlösung wir stattdessen ansehen würden.

  2. Schritt 2: Workshop

    Ein halber bis ganzer Tag mit den Personen, die den Ablauf täglich machen. Nicht mit der Leitung allein: Der beschriebene und der tatsächliche Ablauf unterscheiden sich fast immer.

  3. Schritt 3: Fachkonzept und Festpreisangebot

    Sie bekommen ein Dokument, das den Umfang festhält, und ein Angebot dazu. Beides gehört Ihnen — auch wenn Sie damit zu einem anderen Anbieter gehen.

  4. Schritt 4: Entwicklung in Abschnitten

    Alle zwei bis drei Wochen ein lauffähiger Stand zum Ausprobieren. So fällt eine falsche Annahme nach drei Wochen auf und nicht nach sechs Monaten.

  5. Schritt 5: Migration und Parallelbetrieb

    Altdaten werden übernommen und geprüft. Wo es sinnvoll ist, laufen altes und neues System eine Zeit lang parallel, statt auf einen Stichtag zu setzen.

  6. Schritt 6: Übergabe

    Quellcode, Dokumentation, Deployment-Anleitung und Zugänge. Danach entscheiden Sie, ob wir den Betrieb übernehmen oder Sie selbst.

Kosten

Was den Preis bestimmt

Wir nennen keine Pauschalpreise, weil der Aufwand fast vollständig an der Fachlogik hängt und die ist je Betrieb verschieden. Diese sieben Faktoren bestimmen den Preis:

Am stärksten wirkt die Fachlogik: Eine Anwendung mit fünf Bildschirmmasken und einer komplizierten Berechnung ist teurer als eine mit zwanzig einfachen. Nach dem Workshop bekommen Sie ein Festpreisangebot, keine offene Aufwandsschätzung.

  1. Funktionsumfang
  2. Komplexität der Fachlogik
  3. Anzahl der Schnittstellen
  4. Rollen- und Rechtemodell
  5. Sicherheitsanforderungen
  6. Datenmigration aus Altsystemen
  7. Gestaltungsanspruch der Oberfläche
Technik

Wie wir das technisch machen

Der Abschnitt für die Person, die es beurteilen kann. Wir legen Stack und Vorgehen offen, statt Logos zu zeigen.

Womit wir bauen — und warum

Frontend mit React und Next.js, serverseitig gerendert: Die Inhalte stehen im ausgelieferten HTML, das macht Anwendungen schnell und, wo gewünscht, auffindbar. Datenhaltung in PostgreSQL, weil relationale Daten in einer relationalen Datenbank am besten aufgehoben sind und es die Datenbank in zehn Jahren noch geben wird. Durchgängig TypeScript, damit ein Großteil der Fehler beim Übersetzen auffällt statt im Betrieb.

Wo Ihre Daten liegen

Wahlweise in einem deutschen Rechenzentrum oder auf Ihren eigenen Servern. Als Supabase-Instanz oder vollständig selbst gehostet — Ubuntu, Docker Compose, Nginx als Reverse Proxy, automatisierte Zertifikate. Wir betreiben unsere eigenen Anwendungen genauso, die Erfahrung kommt nicht aus einer Schulung.

Sicherung nach dem 3-2-1-Prinzip

Drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine außer Haus — plus regelmäßige Wiederherstellungstests. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung, kein Backup.

Rechte und Nachvollziehbarkeit

Authentifizierung mit rollenbasierten Rechten. Für kritische Vorgänge ein Audit-Log, aus dem hervorgeht, wer wann was geändert hat. Bei Anwendungen, an denen Geld oder Fristen hängen, ist das keine Kür.

Wie wir ausliefern

Alles liegt in der Versionskontrolle. Änderungen laufen zuerst auf einer Testumgebung, erst danach in den Betrieb. Jede Auslieferung lässt sich zurückrollen — das ist der Unterschied zwischen einem Fehler und einem Ausfall.

Geprüft wird systematisch

Die Qualitätssicherung liegt bei einem nach ISTQB zertifizierten Tester (Certified Tester, Foundation Level 4.0). Unter kleinen IT-Dienstleistern ist eine Prüfzertifizierung im Software-Testing selten — sie ist der Grund, warum wir Testfälle aus dem Fachkonzept ableiten statt am Ende durchzuklicken.

Der Quellcode gehört Ihnen

Bei Projektende übergeben wir den vollständigen Quellcode, die Dokumentation und eine Deployment-Anleitung, mit der sich die Anwendung ohne uns in Betrieb nehmen lässt. Es gibt keine Lizenz, die Sie an uns bindet, und keinen Teil, den wir zurückhalten. Wenn Sie später mit jemand anderem weiterarbeiten wollen, können Sie das — das ist der Maßstab, an dem sich diese Zusage messen lässt.

Beleg

Was Sie nachprüfen können

Wie wir Software bauen, können Sie sich ansehen, ohne uns zu glauben: Vier eigene Anwendungen sind öffentlich erreichbar. Weil es unsere eigenen Produkte sind, dürfen wir Architektur, Stack und Entscheidungen vollständig offenlegen — bei Kundenprojekten steht dem ein NDA im Weg.

Offener Inhalt: {{TODO: Fallstudie Individualsoftware verlinken, sobald die erste ausgearbeitet ist}}

Aus einer Hand

Wer die Software baut, kann sie auch betreiben

Eine Anwendung ist mit der Übergabe nicht fertig — sie braucht Updates, Sicherungen und jemanden, der bei einer Störung zuständig ist. Wir übernehmen das auf Wunsch mit, zusammen mit dem Rest Ihrer IT.

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Fragen

Häufige Fragen

Was Interessenten an dieser Stelle regelmäßig fragen.

Wem gehört der Quellcode am Ende?

Ihnen. Bei Projektende übergeben wir den vollständigen Quellcode, die Dokumentation und eine Anleitung, mit der sich die Anwendung ohne uns in Betrieb nehmen lässt.

Sie sind damit nicht an uns gebunden. Wir halten das für selbstverständlich, auch wenn es in der Branche nicht üblich ist.

Was kostet Individualsoftware?

Das hängt an sieben Faktoren, allen voran der Komplexität der Fachlogik. Eine Pauschalzahl auf einer Website wäre in beide Richtungen irreführend.

Nach dem Workshop bekommen Sie ein Festpreisangebot auf Basis eines schriftlichen Fachkonzepts — keine offene Aufwandsschätzung, die im Projekt wächst.

Wie lange dauert ein Projekt?

Ein abgegrenztes Werkzeug ist in wenigen Wochen nutzbar. Eine Anwendung mit mehreren Rollen, Schnittstellen und Datenmigration braucht Monate.

Sie sehen alle zwei bis drei Wochen einen lauffähigen Stand. Der erste nutzbare Teil kommt deutlich vor dem Projektende.

Können Sie unsere Excel- oder Access-Lösung ablösen?

Das ist einer der häufigsten Anlässe. Der erste Schritt ist immer, die vorhandene Datei zu verstehen — dort steckt oft Fachwissen, das nirgends sonst dokumentiert ist.

Übernommen wird die Fachlogik, nicht die gewachsene Struktur. Was in der Tabelle nur historisch so ist, wird beim Umbau geradegezogen.

Betreiben Sie die Anwendung auch nach der Übergabe?

Auf Wunsch ja — mit Updates, Sicherung, Überwachung und einem Ansprechpartner bei Störungen. Sie können den Betrieb aber genauso selbst übernehmen oder an einen Dritten geben.

Diese Entscheidung treffen Sie nach der Übergabe und nicht vorher.

Was passiert, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?

Sie behalten alles: Quellcode, Dokumentation, Daten, Zugänge. Wir entfernen unsere Zugriffe und übergeben den Betrieb geordnet.

Es gibt keinen Teil der Anwendung, der ohne uns aufhört zu funktionieren.

Klingt das nach Ihrer Lage?

Zwanzig Minuten reichen, um zu klären, ob wir passen. Wir sagen Ihnen auch, wenn wir es nicht tun.

Erstgespräch anfragen

Wir antworten innerhalb von 24 Stunden — 7 Tage die Woche, auch an Feiertagen.