Backup-Konzept nach 3-2-1 für Betriebe unter 50 Mitarbeitern

Von Felix Lange, Geschäftsführer, Technik
Veröffentlicht am · 12 Min. Lesezeit
Ein Backup-Konzept nach 3-2-1 bedeutet: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien, eine davon außer Haus. Für Betriebe unter 50 Mitarbeitern heißt das in der Praxis oft: ein NAS im Büro, eine verschlüsselte Kopie in der Cloud und eine eigene Sicherung für Microsoft 365. Entscheidend sind eine Kopie, die Angreifer nicht löschen können, und regelmäßige Wiederherstellungstests.
Das Wichtigste in Kürze
- Die 3-2-1-Regel verlangt drei Kopien Ihrer Daten auf zwei verschiedenen Speichermedien, von denen eine außer Haus liegt.
- Microsoft 365 hält gelöschte Inhalte nur für begrenzte Zeit vor; wer länger zurück will, braucht eine eigene Sicherung.
- Gegen Ransomware schützt nur eine Kopie, die offline oder unveränderbar gespeichert ist und eigene Zugangsdaten hat.
- Wie oft gesichert wird, richtet sich nach dem tragbaren Datenverlust (RPO), wo die schnelle Kopie liegt, nach der tragbaren Ausfallzeit (RTO).
- Eine Sicherung ist erst belastbar, wenn ihre Wiederherstellung in festem Rhythmus getestet wird.
Was bedeutet die 3-2-1-Regel?
Die 3-2-1-Regel ist eine einfache Faustregel dafür, wie viele Kopien Ihrer Daten Sie brauchen und wo sie liegen sollten. Sie besteht aus drei Teilen:
- Drei Kopien: das Original im laufenden Betrieb und zwei unabhängige Sicherungen. Fällt eine Sicherung aus, bleibt noch eine.
- Zwei Medien: Die Sicherungen liegen nicht alle auf derselben Technik, etwa Server und NAS oder NAS und Cloud-Speicher. Ein Fehler, der eine Technik trifft, trifft dann nicht alle Kopien.
- Eine Kopie außer Haus: Brand, Wasserschaden, Einbruch oder Überspannung treffen alles, was im selben Gebäude steht. Eine Kopie an einem anderen Ort übersteht das.
Ob sich eine Kopie zurückspielen lässt oder ob ein Angreifer sie löschen kann, sagt die Regel nicht. Deshalb liest man häufig die Erweiterung 3-2-1-1-0: zusätzlich eine Kopie, die offline oder unveränderbar ist, und null Fehler bei der Prüfung der Wiederherstellung. Das ist keine Norm, sondern eine Merkhilfe für genau diese beiden Lücken.
Das BSI beschreibt die Anforderungen an ein Datensicherungskonzept im IT-Grundschutz-Baustein CON.3, Edition 2023. Einige davon decken sich mit der 3-2-1-Regel: Sicherungen gehören immer auf separate Speichermedien, und diese Medien müssen räumlich getrennt von den gesicherten Systemen aufbewahrt werden, möglichst in einem anderen Brandabschnitt. Das BSI löst das Kompendium, aus dem der Baustein stammt, durch das Regelwerk Grundschutz++ ab, das ab dem 1. Januar 2027 zertifizierbar sein soll (Stand: September 2026).
Was muss in einem kleinen Betrieb gesichert werden?
Eine Sicherung schützt nur, was in ihr enthalten ist. Gehen Sie deshalb alle Systeme durch, nicht nur den Server:
| Bereich | Was dazugehört | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Server | Dateiablage, Datenbanken von Fachanwendungen wie Warenwirtschaft oder Buchhaltung, Benutzerverwaltung | Datenbanken im laufenden Betrieb brauchen eine Sicherung, die die Anwendung kennt. Eine einfache Kopie geöffneter Datenbankdateien kann unbrauchbar sein. |
| NAS | Gemeinsame Ablagen, Scans, oft auch das Ziel anderer Sicherungen | Ist das NAS selbst Sicherungsziel, braucht es eine eigene Kopie außer Haus. |
| Microsoft 365 | Postfächer in Exchange Online, OneDrive, SharePoint und die Dateien aus Teams | Papierkorb und Aufbewahrung haben feste Fristen. |
| Notebooks und PCs | Lokal gespeicherte Dateien auf Desktop und in Downloads | Am besten liegen gar keine Daten nur lokal. Dann wird ein defektes Gerät ersetzt statt wiederhergestellt. |
| Konfigurationen | Firewall, Router, Switches, WLAN, Telefonanlage, Scan-Ziele der Drucker | Nach jeder Änderung exportieren und sicher ablegen. Ohne Export dauert ein Neuaufbau deutlich länger. |
| Cloud-Fachanwendungen | Branchensoftware, Buchhaltung oder CRM, die ein Anbieter betreibt | Klären Sie, was der Anbieter wie lange sichert und wie Sie Ihre Daten selbst exportieren können. |
Microsoft hält von den Daten in Exchange Online, OneDrive und SharePoint mehrere physisch redundante Kopien vor, um die Folgen physischer Schäden zu begrenzen. Gelöschte Inhalte bleiben aber nur begrenzt wiederherstellbar: In Exchange Online beträgt die Aufbewahrungszeit für gelöschte Elemente standardmäßig 14 Tage und lässt sich auf höchstens 30 Tage verlängern. In SharePoint bleiben gelöschte Elemente 93 Tage im Papierkorb (Stand: September 2026). Wer länger zurück muss oder sich gegen Fehler und Angriffe im eigenen Konto absichern will, braucht eine eigene Sicherung.
Microsoft bietet dafür Microsoft 365 Backup an, nutzungsbasiert abgerechnet und innerhalb von Microsoft 365 gespeichert. Dienste anderer Anbieter legen die Kopie außerhalb von Microsoft ab. Welche Einstellungen im Konto selbst oft fehlen, steht im Ratgeber Microsoft 365 absichern.
Synchronisation ist keine Sicherung
OneDrive, Dropbox und ähnliche Dienste übertragen jede Änderung auf alle verbundenen Geräte — auch versehentliche Löschungen und von Ransomware verschlüsselte Dateien. Eine Sicherung ist eine unabhängige Kopie mit eigener Aufbewahrung.
Wie viel Datenverlust ist tragbar? RPO und RTO in Klartext
Zwei Kennzahlen bestimmen, wie ein Backup-Konzept aussehen muss. Beide sind Entscheidungen der Geschäftsführung, keine technischen Einstellungen:
- RPO (Recovery Point Objective): Wie viel Arbeit darf im schlimmsten Fall verloren gehen, gemessen in Zeit? Wer nur nachts sichert, verliert bei einem Ausfall am Nachmittag die Arbeit des ganzen Tages. Ist das nicht tragbar, braucht es zusätzlich Snapshots — Momentaufnahmen, die das Speichersystem im Laufe des Tages anlegt.
- RTO (Recovery Time Objective): Wie lange darf ein System stehen, bis es wieder läuft? Davon hängt ab, wo die schnell erreichbare Kopie liegen muss und ob Ersatzhardware bereitstehen sollte.
Die Werte unterscheiden sich je System: Die E-Mail kann vielleicht einen halben Tag warten, die Auftragsbearbeitung nicht. Auch das BSI nennt den RPO je System als Bestandteil eines Datensicherungskonzepts.
Wie lange eine Wiederherstellung aus der Cloud dauert, zeigt ein Rechenbeispiel mit Annahmen: 1 TB Daten, ein Internetanschluss mit 100 Mbit/s im Download, voll ausgelastet und ohne Verluste. 1 TB sind 8.000.000 Megabit; bei 100 Megabit pro Sekunde dauert allein die Übertragung 80.000 Sekunden, also gut 22 Stunden. Setzen Sie Ihre eigene Datenmenge und Leitung ein. Das Ergebnis erklärt, warum die schnelle Kopie im Haus liegt und die Cloud-Kopie für den Katastrophenfall da ist.
Welche Speichermedien eignen sich für die Sicherung?
Kein Speichermedium erfüllt alle Anforderungen. Ein Backup-Konzept kombiniert deshalb mehrere, jedes in seiner Rolle:
| Medium | Stärke | Grenze | Rolle im Konzept |
|---|---|---|---|
| NAS im Haus | Schnelle Wiederherstellung auch großer Datenmengen, gut automatisierbar | Steht im selben Gebäude und meist im selben Netz — Ransomware kann es erreichen | Erste Sicherungskopie für den Alltag |
| Wechselmedien: USB-Festplatte, RDX-Kassette, Band | Nach dem Abziehen offline, lassen sich außer Haus lagern | Jemand muss zuverlässig wechseln und transportieren; Fehler fallen ohne Überwachung nicht auf | Offline-Kopie, oft zugleich Kopie außer Haus |
| Cloud-Speicher außer Haus | Automatisch an einem anderen Ort, kein Transport nötig | Wiederherstellung durch die Internetleitung begrenzt; Anbieter und Vertrag zur Auftragsverarbeitung prüfen | Kopie außer Haus |
| Unveränderbarer Speicher | Sicherungen lassen sich für eine festgelegte Zeit weder löschen noch überschreiben | Aufbewahrungszeit muss vorher festgelegt werden und belegt Speicher bis zum Ablauf | Schutz vor Ransomware und Fehlbedienung |
Unveränderbarer Speicher heißt bei Cloud-Anbietern oft „Object Lock“, sonst auch „Immutable Storage“ oder WORM (Write Once, Read Many). Manche Anbieter haben dafür einen strengen Modus, in dem auch ein Administrator die Sicherung vor Ablauf der Frist nicht löschen kann. Genau das schützt, wenn ein Angreifer Administratorrechte erlangt hat.
Ob die Daten selbst im Büro oder beim Anbieter liegen sollten, prägt das Backup-Konzept stark; die Abwägung steht im Ratgeber Server im Büro oder Cloud.
Wie lange sollten Sicherungen aufbewahrt werden?
Eine Sicherung, die jede Nacht überschrieben wird, hilft nur bei Fehlern, die am selben Tag auffallen. Wer eine gelöschte Datei erst nach drei Wochen vermisst, braucht ältere Versionen. Deshalb bewahrt man mehrere Generationen auf; das BSI verlangt, die Aufbewahrungsdauer in den Datensicherungsplänen festzuhalten.
Ein Beispiel mit Annahmen, keine Vorgabe: Tägliche Sicherungen werden zwei Wochen aufbewahrt, wöchentliche drei Monate, monatliche ein Jahr. Damit lässt sich für die letzten zwei Wochen jeder Tag zurückholen und für das letzte Jahr jeder Monatsstand. Passen Sie die Zeiträume daran an, wie spät Fehler in Ihrem Betrieb auffallen und wie viel Speicher Sie dafür bereitstellen wollen.
Backup ist kein Archiv
Eine Sicherung dient der Wiederherstellung nach einem Ausfall und wird nach ihrer Frist gelöscht oder überschrieben. Ein Archiv bewahrt Unterlagen unveränderbar und auffindbar über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen auf. Das BSI behandelt die Archivierung deshalb in einem eigenen Baustein, nicht im Baustein zur Datensicherung.
Wer steuerlich relevante E-Mails aufbewahren muss, braucht ein Archiv. Was dafür technisch nötig ist, beschreibt der Ratgeber E-Mail-Archivierung nach GoBD. Welche Fristen für Ihre Unterlagen gelten, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung — dieser Artikel ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.
Wie schützen Sie Backups vor Ransomware?
Angreifer mit Administratorrechten erreichen auch Sicherungen, die im selben Netz liegen und mit denselben Konten verwaltet werden. Das BSI zählt deshalb ein Offline-Backup, das nach dem Backupvorgang von den übrigen Systemen getrennt wird, zu seinen zehn wichtigsten Maßnahmen gegen Ransomware. Diese Punkte gehören in jedes Backup-Konzept:
- Offline oder unveränderbar: Mindestens eine Kopie ist nach der Sicherung vom Netz getrennt oder für eine festgelegte Zeit gegen Löschen gesperrt.
- Getrennte Zugangsdaten: Das Backup-System hat eigene Konten mit eigenen Passwörtern, nicht die Administratorkonten des Firmennetzes. Die Anmeldung ist mit einem zweiten Faktor geschützt.
- Kein Löschrecht für die gesicherten Systeme: Ein Server darf seine eigenen Sicherungen nicht löschen können. Das BSI fordert, dass Sicherungen weder absichtlich noch unbeabsichtigt überschrieben werden können.
- Verschlüsselung: Die Kopie außer Haus ist verschlüsselt. Der Schlüssel liegt nicht nur auf dem Backup-System, sondern zusätzlich im Passwort-Tresor.
- Überwachung: Fehlgeschlagene Sicherungen lösen einen Alarm aus. Ein ungewöhnlich großes Änderungsvolumen kann auf eine laufende Verschlüsselung hindeuten.
Was nach einem Angriff zu tun ist, beschreibt der Ratgeber Ransomware im Betrieb: die ersten 24 Stunden. Eine Regel vorab: Spielen Sie keine Sicherung zurück, bevor geklärt ist, wie die Angreifer hereingekommen sind. Sonst kann das frisch wiederhergestellte System erneut betroffen sein.
Wie testen Sie, ob die Wiederherstellung funktioniert?
Ob eine Sicherung vollständig ist, ob sich die Datenbank öffnen lässt und wie lange das Zurückspielen dauert, zeigt nur ein Test. Das BSI zählt regelmäßige Tests zu den Basis-Anforderungen: Es muss geprüft werden, ob sich gesicherte Daten einwandfrei und in angemessener Zeit zurückspielen lassen.
Umfang festlegen
Wechseln Sie die Testfälle ab: eine einzelne Datei, ein ganzes Postfach, ein kompletter Server. Der große Test ist aufwendiger, deckt aber Lücken auf, die ein Dateitest nicht zeigt.
Getrennt zurückspielen
Spielen Sie die Sicherung auf ein Testsystem oder in eine leere virtuelle Maschine zurück, nie über die laufenden Daten. So bleibt der Betrieb ungestört.
Fachlich prüfen
Lassen Sie jemanden, der täglich mit der Anwendung arbeitet, die wiederhergestellten Daten prüfen: Startet die Warenwirtschaft? Sind die letzten Buchungen da?
Zeit messen
Halten Sie fest, wie lange die Wiederherstellung gedauert hat, und vergleichen Sie das mit der tragbaren Ausfallzeit. Liegt der Wert darüber, muss das Konzept angepasst werden.
Dokumentieren
Ergebnis, Dauer und gefundene Mängel gehören ins Protokoll. Mängel werden behoben, bevor der nächste Test ansteht.
Zum Test gehört die Frage, in welcher Reihenfolge Systeme wieder anlaufen, etwa erst Netzwerk und Benutzerverwaltung, dann Server und Datenbanken, dann Arbeitsplätze. Das BSI verlangt, diese Reihenfolge in den Datensicherungsplänen festzuhalten. Sie gehört in die IT-Dokumentation, abgelegt an einem Ort, der auch dann erreichbar ist, wenn die Server stehen.
Wie sieht ein Backup-Konzept für ein Büro mit 20 Arbeitsplätzen aus?
Ein Beispiel mit Annahmen: ein Büro mit 20 Arbeitsplätzen, ein Server im Haus mit Dateiablage und der Datenbank einer Branchensoftware, E-Mail und OneDrive über Microsoft 365, eine Firewall und eine Telefonanlage in der Cloud.
| Baustein | Umsetzung im Beispiel | Wofür |
|---|---|---|
| Original | Server im Büro und Microsoft 365 | Die Daten im laufenden Betrieb, Kopie 1 der 3-2-1-Regel |
| Schnelle Kopie im Haus | Nächtliche Sicherung des Servers auf ein NAS in einem anderen Raum, dazu Snapshots der Dateiablage im Laufe des Tages | Kurze Wiederherstellungszeit im Alltag; Kopie 2 auf einem zweiten Medium |
| Kopie außer Haus | Verschlüsselte Sicherung vom NAS in einen Cloud-Speicher mit Rechenzentrum in der EU, unveränderbar für die Dauer der Aufbewahrung | Schutz bei Brand, Diebstahl und Ransomware; Kopie 3 |
| Microsoft 365 | Eigener Backup-Dienst für Postfächer, OneDrive und SharePoint einschließlich der Dateien aus Teams | Wiederherstellung über die Fristen von Papierkorb und Aufbewahrung hinaus |
| Notebooks | Keine Daten nur lokal: Desktop und Dokumente werden mit OneDrive synchronisiert und so von der Microsoft-365-Sicherung erfasst | Ein defektes Notebook wird ersetzt, nicht wiederhergestellt |
| Zugänge | Backup-Konsole mit eigenem Konto und zweitem Faktor, Zugangsdaten im Passwort-Tresor | Ein übernommenes Firmenkonto reicht nicht, um Sicherungen zu löschen |
| Überwachung und Test | Tägliche Erfolgsmeldung, Alarm bei Fehlern; Wiederherstellungstest in festem Rhythmus, abwechselnd Datei, Postfach und ganzer Server | Fehler fallen auf, bevor die Sicherung gebraucht wird |
Ohne Server im Büro fallen die Zeilen zu Server und NAS weg. Dann trägt die Sicherung von Microsoft 365 die Hauptlast, und „außer Haus“ heißt „außerhalb des einen Anbieters“.
Passende Leistung
IT-Betreuung & Managed Services
Wir richten die Datensicherung nach dem 3-2-1-Prinzip ein, überwachen sie mit Alarmierung und testen die Wiederherstellung in festem Rhythmus. Die Wiederanlaufreihenfolge dokumentieren wir so, dass sie auch ohne uns lesbar ist.
Wir antworten innerhalb von 24 Stunden — 7 Tage die Woche, auch an Feiertagen.
Quellen und Stand
- BSI — IT-Grundschutz-Baustein CON.3 Datensicherungskonzept (Edition 2023)
- BSI — Top 10 Ransomware-Maßnahmen
- Microsoft Learn — Ordner „Wiederherstellbare Elemente“ in Exchange Online
- Microsoft Support — Gelöschte Elemente aus dem Papierkorb der Websitesammlung wiederherstellen
- Microsoft Learn — Übersicht über Microsoft 365-Backup
Stand der Angaben: . Preise, Fristen und Programme ändern sich; maßgeblich ist jeweils die verlinkte Quelle. Der Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Über den Autor
Felix Lange
Mitgründer und Geschäftsführer, Technik, Rentavo-Services
Verantwortlich für Architektur, Entwicklung und Qualitätssicherung. Baut die Systeme, die wir bei unseren Kunden betreiben — und betreibt sie auch selbst.
- ISTQB Certified Tester, Foundation Level 4.0
- Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
- Studium Wirtschaftsingenieurwesen
Häufige Fragen
Die Kurzfassung zu den Fragen, die an dieser Stelle am häufigsten gestellt werden.
Reicht eine externe Festplatte als Backup?
Als einzige Sicherung für einen Betrieb nicht. Eine dauerhaft angeschlossene USB-Festplatte liegt im selben Raum wie der Rechner und wird von Ransomware mitverschlüsselt. Als Teil eines Konzepts kann sie sinnvoll sein: mehrere Platten im Wechsel, nach der Sicherung abgezogen, verschlüsselt und eine davon außer Haus gelagert. Das erfordert Disziplin, denn jemand muss den Wechsel zuverlässig erledigen, und fehlgeschlagene Sicherungen müssen auffallen.
Sichert Microsoft 365 unsere Daten nicht automatisch?
Nur zum Teil. Die redundanten Kopien in den Rechenzentren von Microsoft begrenzen die Folgen physischer Schäden. Gegen Löschungen und Änderungen im eigenen Konto — durch einen Mitarbeiter, einen Angreifer mit gestohlenem Passwort oder eine fehlerhafte Synchronisation — helfen nur Papierkorb und Aufbewahrung, und die haben feste Fristen. Wer länger zurück will, braucht eine eigene Sicherung, etwa mit Microsoft 365 Backup oder dem Dienst eines anderen Anbieters.
Wie oft sollte ein Betrieb seine Daten sichern?
Das legen Sie je System fest, nicht einmal für alle. Maßstab ist, wie viel Arbeit im schlimmsten Fall verloren gehen darf. Das BSI verlangt, Art, Häufigkeit und Zeitpunkte der Sicherungen in Abstimmung mit den Fachverantwortlichen zu bestimmen. Für virtuelle Umgebungen und Speichersysteme empfiehlt es zu prüfen, ob Snapshots zusätzliche, schnell wiederherstellbare Zwischenstände zwischen den vollständigen Sicherungen liefern können.
Wo sollte die Kopie außer Haus liegen?
An einem Ort, den ein Brand oder Einbruch im Büro nicht mit trifft. Üblich sind ein Cloud-Speicher bei einem Anbieter mit Rechenzentrum in der EU oder Wechselmedien, die an einem zweiten Standort lagern. In beiden Fällen gehört die Kopie verschlüsselt. Verarbeitet der Cloud-Anbieter dabei personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, verlangt Artikel 28 DSGVO dafür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung oder ein vergleichbares Rechtsinstrument.
Was kostet ein Backup-Konzept für einen kleinen Betrieb?
Eine seriöse Pauschale gibt es nicht, deshalb nennen wir auch keine. Die Kosten hängen von der Datenmenge, der Zahl der Systeme, der Aufbewahrungsdauer, der geforderten Wiederherstellungszeit und den gewählten Medien ab. Hinzu kommt der laufende Aufwand für Überwachung und Wiederherstellungstests, den Sie mit einplanen sollten. Eine belastbare Größenordnung ergibt sich erst, wenn klar ist, was gesichert werden muss und wie schnell es wieder laufen soll.
